Kostenlos · ohne Anmeldung · Ergebnis sofort
Kapitalanlage-Rechner für Immobilien und Wohnungen.
Rechnen Sie eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage durch: Kaufpreis, Kaufnebenkosten, Finanzierung, Miete und Steuern in einer Rechnung. Sie sehen sofort den Cashflow vor und nach Steuern, die Brutto- und Nettomietrendite und die Eigenkapitalrendite. Alle Ergebnisse stehen ohne Anmeldung da — kein Download, keine Excel-Tabelle, keine Kontaktdaten. Beim Neubau vom Bauträger rechnet er zusätzlich die Bauphase mit: Kaufpreisraten nach Baufortschritt gemäß § 3 MaBV, Bereitstellungszinsen und die Sonderabschreibung nach § 7b EStG samt Prüfung der Förderfähigkeit. Wenn Sie zusätzlich die Auswertung Jahr für Jahr über zehn bis dreißig Jahre möchten, schicken wir sie Ihnen kostenlos per E-Mail.
Objekt & Kaufnebenkosten
Keine Maklerprovision, Sie kaufen direkt vom Bauträger. Kaufnebenkosten 7,5 % = 24.000 €. Beim Bauträgervertrag erfasst die Grunderwerbsteuer den gesamten Kaufpreis inklusive Bauleistung (einheitlicher Erwerbsgegenstand).
Nur das Gebäude wird abgeschrieben, der Grund und Boden nicht: 262.400 € Gebäude, 57.600 € Grund und Boden. Der Anteil ist kein Erfahrungswert, sondern objektbezogen aus Bodenrichtwert, Grundstücksfläche und Miteigentumsanteil herzuleiten. Der Wert hier ist eine Annahme, keine Zusage.
Finanzierung
Eigenkapitalquote 23,26 % · Bankdarlehen 164.000 €. Das Bankdarlehen ist die Ausgleichsgröße: Eigenkapital, KfW und Bank decken die Gesamtinvestition exakt.
Mit QNG-PLUS oder QNG-PREMIUM steigt der Höchstbetrag je Wohneinheit auf 150.000 €. Das QNG-Siegel ist zugleich Voraussetzung der Sonder-AfA nach § 7b EStG.
Angerechnet: 100.000 € KfW, 164.000 € Bank. In den tilgungsfreien Anlaufjahren zahlen Sie nur Zinsen. Die Rate ist niedrig, getilgt wird aber noch nichts. Der voreingestellte Sollzins ist ein konservativer Richtwert und liegt bewusst über den zuletzt angezeigten KfW-Konditionen. Die Sätze schwanken tagesaktuell, maßgeblich ist allein der Satz am Tag der Zusage. Die Zinsbindung läuft 10 Jahre, danach gilt kein Förderzins mehr.
Bauphase bis zur Übergabe: Kaufpreisraten nach § 3 MaBV und Bereitstellungszinsen
Beim Kauf vom Bauträger wird der Kaufpreis nicht auf einmal fällig, sondern in höchstens sieben Kaufpreisraten nach Baufortschritt (§ 3 Abs. 2 MaBV, § 650v BGB). Dieser Rechner bildet diesen Zahlungsplan ab: 30 % nach Beginn der Erdarbeiten, 28 % nach Rohbau, der Rest bis zur Fertigstellung. Abgerufen wird in der Reihenfolge Eigenkapital, KfW, Bank; daraus ermittelt er Monat für Monat die Sollzinsen auf das bereits Abgerufene und die Bereitstellungszinsen auf den zugesagten Rest.
Bereitstellungszinsen sind reine Vertragssache. Weder der Satz noch die Freiphase sind gesetzlich geregelt. Marktüblich sind 0,25 % pro Monat nach drei bis zwölf Monaten. Die KfW rechnet dagegen fest nach Programmbedingung: ab dem 13. Monat 0,15 % pro Monat auf den noch nicht abgerufenen Betrag. Eine lange bereitstellungsfreie Zeit ist bei zwei Jahren Bauzeit oft mehr wert als ein Zehntelprozent beim Sollzins. Der Regler zeigt es.
Für ein bezugsfertiges Objekt bleibt der Schalter aus. Bei einem Neubau, der erst in ein oder zwei Jahren übergeben wird, fallen dagegen schon vor der ersten Miete Zinsen an, und die AfA beginnt in dieser Zeit noch nicht. Beides fehlt sonst in der Rechnung.
Mieteinnahmen & laufende Kosten
Angesetzte Kaltmiete nach Mietausfallwagnis: 863 € im Monat. Verwaltung und Rücklage mindern beide Ihren Cashflow, steuerlich zählt aber nur die Verwaltung. Die Zuführung zur Erhaltungsrücklage ist erst abziehbar, wenn die Eigentümergemeinschaft das Geld tatsächlich ausgibt (BFH vom 14.01.2025, IX R 19/24; daran hat auch das WEMoG nichts geändert).
Abschreibung
§ 7 Abs. 5a EStG · 5,0 % = 14.104 € im ersten Jahr, bemessen auf 282.080 € (Gebäudeanteil inklusive anteiliger Kaufnebenkosten). Degressiv heißt: 5 % vom jeweiligen Restwert, der Betrag sinkt Jahr für Jahr. Sobald die lineare AfA höher wäre, wird gewechselt. Voraussetzung ist ein Baubeginn zwischen dem 01.10.2023 und dem 30.09.2029.
Beide § 7b-Grenzen beziehen sich auf die Nutzfläche des erworbenen Anteils, nicht auf die reine Wohnfläche, also einschließlich Keller-, Trocken-, Fahrradraum und zugehöriger Garage; alternativ ist die Bruttogrundfläche nach DIN 277 zulässig. Maßgeblich sind außerdem nur die abschreibungsfähigen Kosten, also der Gebäudeanteil samt anteiliger Nebenkosten: 3.918 €/m² gegen die Grenze von 5.200 €/m². Grund und Boden bleibt außen vor.
5 % zusätzlich zur regulären AfA, vier Jahre lang = 14.104 € pro Jahr. Voraussetzung ist ein Bauantrag zwischen dem 01.01.2023 und dem 30.09.2029. Maßgeblich ist unser Bauantrag als Hersteller, nicht das Datum Ihres Kaufvertrags.
Zwei K.-o.-Kriterien, die diese Rechnung nicht prüfen kann. Erstens: Fertigstellung und Übergabe müssen im selben Kalenderjahr liegen. Fertigstellung im Dezember und Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten im Januar kostet die gesamte Förderung. Zweitens muss die Wohnung zehn Jahre lang dauerhaft zu Wohnzwecken vermietet werden: Ferienvermietung und jede vorübergehende Beherbergung sind ausgeschlossen. Bei Verstoß wird die Sonder-AfA rückwirkend versagt, samt Nachzahlungszinsen.
Ihre Steuersituation
Veranlagung
Kirchensteuer
Ihr Grenzsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer liegt bei 42,0 %. Die Steuerwirkung wird trotzdem nicht damit multipliziert, sondern exakt berechnet: einmal Einkommensteuer mit und einmal ohne das Vermietungsergebnis, nach dem Tarif 2026 (§ 32a EStG). Eine Multiplikation mit dem Grenzsteuersatz würde die Ersparnis zu hoch ausweisen, sobald das Ergebnis in die Progressionszone reicht. Der Schieberegler läuft vom Grundfreibetrag 12.348 € (darunter fällt keine Einkommensteuer an) bis 500.000 € und deckt damit beide Proportionalzonen ab: 42 % ab 69.879 €, 45 % ab 277.826 €. Abweichende Beträge tragen Sie direkt ins Feld ein; gerechnet wird immer mit dem eingetragenen Wert.
Cashflow nach Steuern
+600 €mtl.
Vollständige Auswertung
Die ganze Rechnung über 15 Jahre.
Oben sehen Sie das erste Jahr. Über die gesamte Haltedauer verändert sich das Bild: Die degressive AfA sinkt, die Sonder-AfA läuft nach vier Jahren aus, der Tilgungsanteil wächst und die Restschuld fällt. Wir schicken Ihnen die Auswertung Jahr für Jahr per E-Mail, mit Cashflow-Verlauf, Abschreibungsstaffel, Steuerwirkung und Vermögensentwicklung. Sie öffnen sie über einen persönlichen Link, der 90 Tage gültig ist, und können sie dort jederzeit über die Druckfunktion als PDF sichern. Kostenlos und unverbindlich.
Die Kalkulation oben bleibt vollständig sichtbar — Cashflow nach Steuern, Steuerwirkung und alle drei Renditen stehen ohne Eingabe von Kontaktdaten da. Das Formular gilt allein der mehrjährigen Auswertung.
Hinweis: Diese Berechnung ist ein unverbindliches Rechenbeispiel auf Basis Ihrer Eingaben und dient ausschließlich der ersten Orientierung. Sie stellt keine Steuer-, Anlage-, Finanzierungs- oder Rechtsberatung dar und begründet kein Angebot. Tatsächliche Werte, Förderkonditionen und steuerliche Effekte hängen von Ihrer persönlichen Situation ab und können abweichen; eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernehmen wir nicht. Für eine belastbare Einschätzung ziehen Sie bitte Ihren Steuerberater sowie eine individuelle Finanzierungsberatung hinzu.
Was dieser Rechner abbildet — und was nicht.
Der Rechner ist auf den Kauf einer vermieteten Eigentumswohnung zugeschnitten, ausdrücklich auch auf den Neubau direkt vom Bauträger. Er ist kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Angabe von Kontaktdaten nutzbar; sämtliche Ergebnisse stehen sofort auf dem Bildschirm. Was er kann und was er bewusst nicht kann:
| Merkmal | Im Rechner | Wie |
|---|---|---|
| Nutzung ohne Anmeldung | Ja | Alle Ergebnisse sofort sichtbar, keine Registrierung, kein Download, keine Kontaktdaten. |
| Bauphase beim Bauträgerkauf | Ja | Eigener Block für die Zeit zwischen Kaufvertrag und Übergabe, 1 bis 36 Monate. (lib/bauzeit.ts) |
| Kaufpreisraten nach Baufortschritt | Ja | Zahlungsplan mit sieben Raten nach § 3 Abs. 2 MaBV und § 650v BGB, monatsweise fällig gestellt. |
| Bereitstellungszinsen | Ja | Satz und bereitstellungsfreie Zeit der Bank frei einstellbar; die KfW-Provision von 0,15 % pro Monat ab dem 13. Monat läuft nach Programmbedingung mit. |
| Sonderabschreibung § 7b EStG | Ja | Mit Prüfung der Förderfähigkeit: Baukostenobergrenze 5.200 €/m², Bemessungsgrundlage gekappt auf 4.000 €/m², beides auf die Nutzfläche und nur auf die abschreibungsfähigen Kosten. |
| Miete, laufende Kosten, Cashflow | Ja | Kaltmiete, Mietausfallwagnis, Verwaltung und Erhaltungsrücklage; Cashflow vor und nach Steuern, monatlich ausgewiesen. |
| Steuerwirkung exakt statt geschätzt | Ja | Zwei vollständige Einkommensteuerveranlagungen nach § 32a EStG (2026), mit und ohne Immobilie, statt einer Multiplikation mit dem Grenzsteuersatz. |
| KfW-Darlehen neben dem Bankdarlehen | Ja | Programme 296, 298 und 298 mit QNG, mit tilgungsfreien Anlaufjahren und Höchstbetragsprüfung je Wohneinheit. |
| Mehrjährige Auswertung | Ja | 10 bis 30 Jahre mit Abschreibungsstaffel und Restschuldverlauf — kostenlos, aber per E-Mail, weil das Dokument für die Bildschirmansicht zu umfangreich ist. |
| Individuelle Fälligkeitstermine je MaBV-Rate | Nein | Die sieben Prozentsätze sind der Standardplan, die Fälligkeit wird aus der Gesamtbauzeit modelliert. Taggenaue Valuten bildet der Rechner nicht ab; maßgeblich sind Kaufvertrag und bestätigter Bautenstand. |
| Denkmal-AfA nach § 7i EStG | Nein | Bewusst nicht, weil die begünstigten Sanierungskosten vom Bescheid der Denkmalbehörde abhängen. Für ein bereits saniertes Denkmalobjekt rechnet der Rechner mit der linearen AfA. |
| Wertsteigerung, Verkauf, Anschlussfinanzierung | Nein | Keine unterstellte Wertsteigerung, kein Exit-Szenario, keine Restschuld nach Zinsbindung. Eine angenommene Wertsteigerung ist der bequemste Weg, eine Rendite schönzurechnen. |
| Aktienfonds, Sparpläne, Altersvorsorge | Nein | Ausschließlich Immobilien. Für Wertpapiere sind Abgeltungsteuer und Zinseszins die richtigen Größen, nicht AfA und § 21 EStG. |
Lohnt sich eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage?
Bei einer Immobilie als Kapitalanlage entscheidet nicht der Kaufpreis, sondern was nach Miete, Zins, Tilgung und laufenden Kosten monatlich übrig bleibt oder zuzuzahlen ist. Genau das rechnet dieser Rechner aus: Gesamtinvestition inklusive Kaufnebenkosten, monatliche Rate für Bank- und KfW-Darlehen, Brutto- und Nettomietrendite sowie den Eigenaufwand.
Dazu rechnet er die Einkommensteuer zweimal: einmal mit und einmal ohne die Immobilie. Das ist aufwendiger, als den Verlust mit dem Grenzsteuersatz zu multiplizieren, trifft aber als einzige Methode den tatsächlichen Steuereffekt.
Die Eingaben sind auf eine vermietete Eigentumswohnung zugeschnitten: Bundesland für die Grunderwerbsteuer, Gebäudeanteil für die Abschreibung, KfW-Programm, AfA-Variante inklusive Sonder-AfA nach § 7b EStG und Ihr zu versteuerndes Einkommen. Für eine vollständige Auswertung über zehn bis dreißig Jahre fordern Sie am Ende die persönliche Fassung an.
Die Kennzahlen im Klartext.
- Gesamtinvestition
- Kaufpreis zuzüglich Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch. Eine Maklerprovision fällt nicht an, weil Sie direkt beim Bauträger kaufen. Das spart rund 3,5 % gegenüber dem Zweitmarkt.
- Bruttomietrendite
- Jahreskaltmiete im Verhältnis zum reinen Kaufpreis. Gut für den schnellen Vergleich zweier Objekte, aber bewusst geschönt.
- Nettomietrendite
- Jahreskaltmiete abzüglich der nicht umlagefähigen Kosten, bezogen auf die Gesamtinvestition. Die Zahl, mit der wir arbeiten.
- Cashflow
- Was monatlich wirklich fließt, nach Zins, Tilgung und den nicht umlagefähigen Kosten. Der Rechner weist ihn zweimal aus: vor Steuern und nach Steuern. Ist er positiv, trägt sich die Wohnung selbst.
- Eigenkapitalrendite
- Tilgung plus Cashflow nach Steuern, bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital. Sie macht den Hebel der Finanzierung sichtbar. Ohne Wertsteigerungsannahme gerechnet — und ohne Eigenkapital nicht definiert.
- Eigenaufwand
- Was nach Miete und laufenden Kosten monatlich aus eigener Tasche zur Rate zugezahlt wird, also ein negativer Cashflow. Ein Teil davon ist Tilgung, fließt also direkt in Ihr Vermögen.
- AfA
- Die Abschreibung des Gebäudes mindert Ihr steuerpflichtiges Einkommen, ohne dass Geld abfließt. Beim Neubau sind das 3 % linear oder 5 % degressiv vom Restwert (§ 7 EStG). Grund und Boden bleibt außen vor.
- Sonder-AfA § 7b
- Für Neubauten mit Effizienzhaus-40-Standard und QNG-Siegel zusätzlich 5 % über vier Jahre. Baukostenobergrenze 5.200 €/m², Bemessungsgrundlage gedeckelt auf 4.000 €/m². Beides bezieht sich auf die abschreibungsfähigen Kosten je Quadratmeter Nutzfläche, nicht auf den Bruttokaufpreis. Bedingung ist eine dauerhafte Vermietung zu Wohnzwecken über zehn Jahre; Ferienvermietung ist ausgeschlossen.
- KfW-Darlehen
- Zinsverbilligtes Förderdarlehen, das neben das Bankdarlehen tritt. In den tilgungsfreien Anlaufjahren zahlen Sie nur Zinsen. Die Zinsbindung endet nach zehn Jahren. Die Anschlussfinanzierung gehört deshalb in jede ehrliche Planung.
- Nach Steuern
- Der Verlust aus Vermietung senkt Ihr zu versteuerndes Einkommen. Wir rechnen die Einkommensteuer 2026 zweimal, mit und ohne Immobilie, statt mit dem Grenzsteuersatz zu multiplizieren. Das ist die konservativere und einzig saubere Methode.
Mietrendite berechnen: die beiden Formeln.
Die Mietrendite, oft auch Immobilienrendite genannt, gibt es in zwei Ausführungen, und sie beantworten verschiedene Fragen. Die Bruttomietrendite eignet sich, um zwei Objekte in einer Minute zu vergleichen. Die Nettomietrendite sagt, ob sich der Kauf trägt. Beide stehen hier ausgeschrieben; der Rechner oben ermittelt sie kostenlos aus Ihren Eingaben.
Bruttomietrendite
Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100
Nur Kaltmiete und Kaufpreis. Kaufnebenkosten und laufende Kosten bleiben außen vor. Deshalb fällt diese Zahl immer freundlicher aus und steht in fast jedem Verkaufsexposé.
Nettomietrendite
(Jahreskaltmiete − nicht umlagefähige Kosten) ÷ Gesamtinvestition × 100
Die belastbare Zahl. Nicht umlagefähig sind Hausverwaltung, Erhaltungsrücklage und das Mietausfallwagnis. Die Gesamtinvestition ist der Kaufpreis zuzüglich Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch.
Beispiel mit der Vorbelegung des Rechners
- Kaufpreis
- 320.000 €
- Kaltmiete
- 890 € / Monat = 10.680 € / Jahr
- Kaufnebenkosten Hamburg
- 5,5 % Grunderwerbsteuer + 1,5 % Notar + 0,5 % Grundbuch = 24.000 €
- Gesamtinvestition
- 320.000 € + 24.000 € = 344.000 €
- Mietausfallwagnis 3 %
- 10.680 € − 320 € = 10.360 € angesetzte Jahresmiete
- Nicht umlagefähig
- 660 € Verwaltung + 588 € Rücklage = 1.248 € / Jahr
10.360 € ÷ 320.000 € × 100
Bruttomietrendite 3,24 %
9.112 € ÷ 344.000 € × 100
Nettomietrendite 2,65 %
Ein Hinweis zur Bruttomietrendite: Der Rechner zieht das Mietausfallwagnis von 3 % ab, bevor er beide Renditen bildet. Ohne diesen Abzug stünden hier 3,34 % statt 3,24 % — so wird die Zahl in den meisten Exposés ausgewiesen. Leerstand und Zahlungsausfall gibt es aber, und eine Kennzahl, die beides mit null ansetzt, beschreibt keinen Vermieteralltag.
Der Abstand zwischen 3,24 und 2,65 Prozent ist kein Rundungsfehler, sondern der Unterschied zwischen Verkaufsprospekt und Realität. Wer die Rendite nur auf den Kaufpreis rechnet, überschätzt sie systematisch. Die Kaufnebenkosten sind je nach Bundesland ein Zwanzigstel bis ein Zwölftel der Investition.
Cashflow und Eigenkapitalrendite.
Die Mietrendite bewertet das Objekt. Diese beiden Kennzahlen bewerten Ihre Position darin — und sie fallen völlig unterschiedlich aus, je nachdem, wie viel Eigenkapital Sie einsetzen und wie hoch Ihr Steuersatz ist. Der Rechner oben gibt beide direkt aus.
Cashflow
Miete − Zins − Tilgung − nicht umlagefähige Kosten (± Steuerwirkung)
Was monatlich tatsächlich fließt. Vor Steuern ist der Cashflow bei einer fremdfinanzierten Wohnung fast immer negativ — das ist der Eigenaufwand. Nach Steuern dreht er sich häufig, weil Abschreibung und Schuldzinsen das zu versteuernde Einkommen senken. Ein positiver Cashflow bedeutet, dass die Wohnung sich selbst trägt.
Eigenkapitalrendite
(Tilgung + Cashflow nach Steuern) ÷ eingesetztes Eigenkapital × 100
Die Rendite auf das Geld, das Sie selbst hineingegeben haben. Die Tilgung zählt dazu, weil sie die Schuld mindert und nicht verloren ist. Dieser Rechner unterstellt bewusst KEINE Wertsteigerung — eine angenommene Wertsteigerung ist der bequemste Weg, eine Rendite schönzurechnen.
Beispiel mit der Vorbelegung des Rechners, erstes Jahr
- Angesetzte Jahresmiete
- 10.360 €
- − Schuldzinsen
- 10.044 €
- − Tilgung
- 2.460 €
- − Verwaltung und Rücklage
- 1.248 €
- Cashflow vor Steuern
- −3.392 € / Jahr, also −283 € im Monat
- + Steuerentlastung
- 10.593 € / Jahr
- Cashflow nach Steuern
- +7.201 € / Jahr, also +600 € im Monat
(2.460 € Tilgung + 7.201 € Cashflow nach Steuern) ÷ 80.000 € Eigenkapital × 100
Eigenkapitalrendite 12,08 %
Diese 12,08 % sind der Wert des ERSTEN Jahres, und das erste Jahr ist das stärkste: Die degressive AfA ist hier am höchsten, und die Sonderabschreibung nach § 7b EStG läuft nach vier Jahren aus. Danach sinkt die Steuerentlastung, der Cashflow nach Steuern fällt, und mit ihm die Eigenkapitalrendite. Wer eine Anlagewohnung mit der Eigenkapitalrendite des ersten Jahres bewirbt, sagt die halbe Wahrheit. Wie sich die Zahl über zehn bis dreißig Jahre entwickelt, steht in der mehrjährigen Auswertung.
Neubau vom Bauträger: Bauphase, MaBV-Raten und Bereitstellungszinsen.
Wer eine Neubauwohnung vom Bauträger kauft, zahlt nicht ab dem ersten Tag für eine Wohnung, sondern zunächst für eine Baustelle. Zwischen Kaufvertrag und Übergabe liegen regelmäßig zwölf bis vierundzwanzig Monate, in denen Geld abfließt und nichts hereinkommt: Sollzinsen auf die bereits ausgezahlten Darlehensteile, Bereitstellungszinsen auf den zugesagten Rest, keine Miete — und keine Abschreibung. Die meisten Renditerechner lassen diese Phase weg und weisen die Belastung eines Neubaukaufs dadurch um einen fünfstelligen Betrag zu niedrig aus. Dieser Rechner bildet sie ab: Schalten Sie oben „Bauphase bis zur Übergabe“ ein.
Der Zahlungsplan nach § 3 MaBV
Der Bauträger darf den Kaufpreis nicht bei Vertragsschluss verlangen. § 650v BGB in Verbindung mit § 1 AbschlagsV und § 3 Abs. 2 MaBV lässt höchstens sieben Abschlagszahlungen nach Baufortschritt zu. Die Verordnung listet dreizehn Bauabschnitte, die der Bauträger zu maximal sieben Raten zusammenfassen darf. Ein Punkt, der in Sekundärquellen regelmäßig verwechselt wird: Die erste Rate von 30 Prozent bemisst sich an der gesamten Vertragssumme, alle weiteren Sätze am verbleibenden Rest von 70 Prozent. Die zweite Rate sind also 40 Prozent von 70 Prozent und damit 28 Prozent der Gesamtsumme. Die Tabelle rechnet das bereits um; sie ergibt in der Summe exakt 100 Prozent.
| Rate | Baufortschritt | Anteil | Bei 320.000 € |
|---|---|---|---|
| 1 | Beginn der Erdarbeiten | 30,0 % | 96.000 € |
| 2 | Rohbau inkl. Zimmererarbeiten | 28,0 % | 89.600 € |
| 3 | Dachflächen und Fenster | 12,6 % | 40.320 € |
| 4 | Rohinstallation | 6,3 % | 20.160 € |
| 5 | Innenputz, Estrich, Fliesen | 9,1 % | 29.120 € |
| 6 | Bezugsfertigkeit und Fassade | 10,5 % | 33.600 € |
| 7 | Vollständige Fertigstellung | 3,5 % | 11.200 € |
Zuordnung der dreizehn Abschnitte der Verordnung zu sieben Raten, wie sie beim Wohnungsbau üblich ist. Wann eine Stufe erreicht wird, ist keine Vorgabe der Verordnung, sondern eine Modellannahme des Rechners über den Bauablauf. Maßgeblich sind der notarielle Kaufvertrag und der bestätigte Bautenstand. Ist das Objekt beim Kauf schon teilweise errichtet, werden mehrere Stufen sofort fällig, und die Bauzeitzinsen steigen entsprechend.
Bereitstellungszinsen: Vertragssache, kein Gesetz
Bereitstellungszinsen fallen auf den zugesagten, aber noch nicht abgerufenen Darlehensteil an. Weder der Satz noch die freie Zeit sind gesetzlich geregelt — beides steht im Darlehensvertrag und ist verhandelbar. Marktüblich sind 0,25 Prozent pro Monat, also rund 3 Prozent im Jahr, nach einer bereitstellungsfreien Zeit von drei bis zwölf Monaten; beim Neubau vereinzelt bis vierundzwanzig Monate. Die KfW rechnet dagegen fest nach Programmbedingung: Die Abruffrist beträgt zwölf Monate nach Zusage, ab dem 13. Monat fallen 0,15 Prozent pro Monat auf den nicht abgerufenen Betrag an. Bei zwei Jahren Bauzeit ist eine lange bereitstellungsfreie Zeit deshalb oft mehr wert als ein Zehntelprozent beim Sollzins.
Beispiel: 18 Monate Bauzeit mit der Vorbelegung des Rechners
- Finanzierung
- 80.000 € Eigenkapital, 100.000 € KfW zu 2,5 %, 164.000 € Bank zu 4,6 %
- Bereitstellung Bank
- 0,25 % pro Monat, 12 Monate frei
- Ø abgerufen über die Bauzeit
- 138.844 € statt der vollen Darlehenssumme von 264.000 €
- Sollzinsen
- 7.200 €
- Bereitstellungszinsen
- 560 €
- Bauzeitzinsen gesamt
- 7.760 €
- − Steuerentlastung
- 3.209 €
- Belastung nach Steuern
- 4.551 €
- Höchste Monatsbelastung
- 837 €
Zum Vergleich: Würde die volle Darlehenssumme ab dem ersten Monat fließen, lägen die Bauzeitzinsen bei 15.066 €. Der MaBV-Zahlungsplan halbiert sie fast. Genau deshalb ist eine Bauzeitrechnung, die mit Zinsen auf den vollen Kaufpreis ab Tag eins arbeitet, unbrauchbar — sie kommt auf annähernd das Doppelte.
Steuerlich sind Bauzeitzinsen vorab entstandene Werbungskosten. Bei einer von Anfang an zur Vermietung bestimmten Wohnung sind sowohl Sollzinsen als auch Bereitstellungszinsen nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG abziehbar, und zwar im Jahr der Zahlung (§ 11 Abs. 2 EStG). Weil in dieser Phase keine Einnahmen gegenüberstehen, ist das steuerliche Ergebnis der volle Betrag als Verlust. Voraussetzung ist eine ab Erwerb dokumentierte Vermietungsabsicht und eine saubere Zuordnung der Darlehensmittel zum Objekt.
Die Abschreibung läuft in der Bauphase nicht. Die AfA beginnt erst mit Anschaffung beziehungsweise Fertigstellung (§ 7 Abs. 1 Satz 4 EStG), also mit dem Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten. Der Rechner weist die Bauphase deshalb als eigenen Block aus und verrechnet sie nicht mit dem ersten Jahr — es sind zwei verschiedene Phasen, und eine Mischzahl wäre in keiner von beiden richtig.
Der Übergabetermin entscheidet über zwei Förderungen gleichzeitig. § 7 Abs. 5a EStG verlangt im Erwerbsfall, dass die Wohnung bis zum Ende des Jahres der Fertigstellung angeschafft wird. Rutscht der Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten ins Folgejahr, entfallen die 5 Prozent degressive AfA — und mit derselben Verschiebung auch die Sonderabschreibung nach § 7b EStG. Der Termin gehört deshalb in den Kaufvertrag, nicht in die Planung des Bauträgers.
Warum dieser Rechner die Steuer zweimal rechnet.
Fast alle Immobilienrechner ermitteln die Steuerersparnis, indem sie den Verlust aus Vermietung mit dem Grenzsteuersatz multiplizieren. Das ist schnell und in aller Regel zu hoch. Der Grenzsteuersatz gilt nämlich nur für den obersten Euro des Einkommens. Ein Verlust von 28.552 € senkt das zu versteuernde Einkommen aber über die gesamte Strecke nach unten — und auf dem Weg dorthin durchläuft er Zonen mit deutlich niedrigeren Sätzen.
Dieser Rechner ermittelt stattdessen die vollständige Einkommensteuer nach § 32a EStG zweimal — einmal mit und einmal ohne die Immobilie — und bildet die Differenz. Am Beispiel der Vorbelegung, zu versteuerndes Einkommen 70.000 €, Einzelveranlagung:
Faustformel der meisten Rechner
28.552 € × 42 % Grenzsteuersatz
11.992 €
Zwei vollständige Veranlagungen
Steuer auf 70.000 € − Steuer auf 41.448 €
10.593 €
Die Faustformel überzeichnet die Entlastung in diesem Fall um 1.399 € im Jahr, also um rund 13 %. Auf den Monat gerechnet sind das 117 € Cashflow, die es nicht gibt. Bei einer Kaufentscheidung, die über zwanzig Jahre trägt, ist das kein Rundungsfehler — und es ist ein Fehler, der immer in dieselbe Richtung geht: zugunsten des Investments.
Kaufnebenkosten und Grunderwerbsteuer.
Drei Posten kommen zum Kaufpreis hinzu, und einer davon ist Ländersache. Notar und Grundbuch liegen bundesweit bei rund 1,5 beziehungsweise 0,5 Prozent. Die Grunderwerbsteuer legt jedes Land selbst fest (Art. 105 Abs. 2a GG). Die Spanne reicht von 3,5 bis 6,5 Prozent. Eine Maklerprovision entfällt beim Kauf direkt vom Bauträger; das sind noch einmal rund 3,5 Prozent gegenüber dem Zweitmarkt.
| Bundesland | Grunderwerbsteuer | Nebenkosten gesamt |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 5,0 % | 7,0 % |
| Bayern | 3,5 % | 5,5 % |
| Berlin | 6,0 % | 8,0 % |
| Brandenburg | 6,5 % | 8,5 % |
| Bremen | 5,5 % | 7,5 % |
| Hamburg | 5,5 % | 7,5 % |
| Hessen | 6,0 % | 8,0 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 6,0 % | 8,0 % |
| Niedersachsen | 5,0 % | 7,0 % |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % | 8,5 % |
| Rheinland-Pfalz | 5,0 % | 7,0 % |
| Saarland | 6,5 % | 8,5 % |
| Sachsen | 5,5 % | 7,5 % |
| Sachsen-Anhalt | 5,0 % | 7,0 % |
| Schleswig-Holstein | 6,5 % | 8,5 % |
| Thüringen | 5,0 % | 7,0 % |
Stand Juli 2026. „Nebenkosten gesamt" rechnet Notar (1,5 %) und Grundbuch (0,5 %) hinzu, ohne Maklerprovision. Die Länder ändern ihre Sätze per Gesetz, zuletzt Thüringen zum 01.01.2024 (6,5 auf 5,0 %) und Bremen zum 01.07.2025 (5,0 auf 5,5 %).
Abschreibung: welche AfA für welches Objekt.
Die Abschreibung mindert Ihr zu versteuerndes Einkommen, ohne dass Geld abfließt. Bei einer vermieteten Wohnung ist sie der zweite Ertrag neben der Miete. Abgeschrieben wird immer nur der Gebäudeanteil; Grund und Boden nutzt sich nicht ab und bleibt außen vor. Welcher Satz gilt, entscheidet das Fertigstellungsjahr.
| Variante | Satz | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Degressiv 5 % vom Restwert — Neubau, Baubeginn ab 10/2023 | 5 % degressiv | § 7 Abs. 5a EStG |
| Linear 3 % — Fertigstellung ab 2023 | 3 % | § 7 Abs. 4 S. 1 Nr. 2a EStG |
| Linear 2 % — Fertigstellung 1925 bis 2022 | 2 % | § 7 Abs. 4 S. 1 Nr. 2b EStG |
| Linear 2,5 % — Fertigstellung vor 1925 | 2,5 % | § 7 Abs. 4 S. 1 Nr. 2c EStG |
Sonderabschreibung nach § 7b EStG. Für neue Mietwohnungen mit Effizienzhaus-40-Standard und QNG-Siegel kommen vier Jahre lang zusätzlich 5 Prozent hinzu, ausdrücklich neben der regulären AfA. Im ersten Jahr sind so bis zu 10 Prozent erreichbar. Bedingung ist eine dauerhafte Vermietung zu Wohnzwecken über zehn Jahre.
Denkmal-AfA nach § 7i EStG. Hier wird häufig zu viel erwartet: Die erhöhten Sätze gelten nicht für den Kaufpreis, sondern ausschließlich für begünstigte Sanierungskosten, und auch nur dann, wenn die Sanierung nach dem Erwerb erfolgt und die Denkmalbehörde sie bescheinigt. Für ein bereits saniertes Denkmalobjekt gilt die reguläre lineare AfA, bei Fertigstellung vor 1925 also 2,5 Prozent. Dieser Rechner bildet die Sanierungs-AfA bewusst nicht ab, weil sie vom Einzelfallbescheid abhängt.
Sonderabschreibung nach § 7b EStG berechnen.
Die Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau bringt vier Jahre lang jeweils 5 Prozent zusätzlich, ausdrücklich neben der regulären AfA nach § 7 Abs. 4 oder 5a EStG (§ 7b Abs. 1 Satz 1). Zusammen mit der degressiven AfA sind im ersten Jahr also bis zu 10 Prozent erreichbar, über vier Jahre bis zu 20 Prozent allein aus der Sonder-AfA. Der Rechner setzt sie nicht einfach an, sondern prüft zuvor die Förderfähigkeit — und schaltet sie ab, wenn eine Grenze reißt.
Die Voraussetzungen im Einzelnen
- Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse, nachgewiesen durch QNG-Siegel. Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude steht im Normtext selbst (§ 7b Abs. 2 Satz 1 Nr. 2). Ohne Zertifikat — QNG-PLUS oder QNG-PREMIUM — gibt es keine Sonder-AfA, auch wenn das Gebäude die Kriterien materiell erfüllt.
- Bauantrag oder Bauanzeige zwischen dem 01.01.2023 und dem 30.09.2029. Maßgeblich ist im Anschaffungsfall der Bauantrag des Herstellers, also des Bauträgers — nicht das Datum Ihres Kaufvertrags (BMF-Schreiben vom 21.05.2025, Rn. 14).
- Baukostenobergrenze 5.200 € je Quadratmeter. Wird sie überschritten, entfällt die Förderung vollständig, nicht nur anteilig (Abs. 2 Satz 2 Nr. 2).
- Bemessungsgrundlage gekappt auf 4.000 € je Quadratmeter. Liegen die Kosten darüber, bleibt die Förderung erhalten, wird aber nur bis zu dieser Höhe bemessen (Abs. 3 Nr. 2).
- Fertigstellung und Übergabe im selben Kalenderjahr. Die Wohnung muss bis zum Ende des Jahres der Fertigstellung angeschafft sein (Abs. 1 Satz 2). Fertigstellung im Dezember und Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten im Januar kostet die gesamte Förderung.
- Zehn Jahre Vermietung zu Wohnzwecken. Anschaffungsjahr und die folgenden neun Jahre (Abs. 2 Satz 1 Nr. 3). Wohnungen dienen laut Gesetz nicht Wohnzwecken, soweit sie zur vorübergehenden Beherbergung genutzt werden — Ferienvermietung ist damit ausgeschlossen. Bei Verstoß wird die Sonder-AfA rückwirkend versagt, samt Nachzahlungszinsen.
Worauf sich die beiden €/m²-Grenzen beziehen
Nicht auf den Bruttokaufpreis, und nicht auf die Wohnfläche. Zähler sind allein die abschreibungsfähigen Kosten, also der Gebäudeanteil einschließlich der anteilig darauf entfallenden Kaufnebenkosten; Grund und Boden bleibt außen vor. Nenner ist die Nutzfläche des erworbenen Anteils — einschließlich Keller-, Trocken- und Fahrradraum sowie zugehöriger Garage —, alternativ die Bruttogrundfläche nach DIN 277 (BMF Rn. 43, 47–51). Beides senkt den €/m²-Wert erheblich. Wer den vollen Kaufpreis durch die Wohnfläche teilt und gegen die 5.200 € prüft, schließt Objekte aus, die tatsächlich begünstigt wären.
Beispiel mit der Vorbelegung des Rechners
- Gesamtinvestition
- 320.000 € Kaufpreis + 24.000 € Nebenkosten = 344.000 €
- Gebäudeanteil 82 %
- 282.080 € abschreibungsfähige Kosten
- Nutzfläche
- 72 m² (Wohnfläche 65 m² zuzüglich Keller und Stellplatz)
- Prüfgröße
- 282.080 € ÷ 72 m² = 3.918 €/m²
- Baukostenobergrenze
- 3.918 € unter 5.200 € — förderfähig
- Kappung
- 3.918 € unter 4.000 € — keine Kürzung, volle Bemessung
282.080 € × 5 %
Sonder-AfA § 7b 14.104 € / Jahr
vier Jahre lang, zusammen 56.416 €
zuzüglich degressive AfA nach § 7 Abs. 5a
Erstes Jahr 28.208 €
14.104 € + 14.104 €, also 10 % der Gebäudekosten
Was die Sonderabschreibung netto bringt, hängt an Ihrem Einkommen: Sie senkt das zu versteuernde Einkommen, sie ist keine Erstattung. Der Rechner ermittelt die Wirkung deshalb über zwei vollständige Veranlagungen und nicht über den Grenzsteuersatz. Und er weist sie befristet aus — nach vier Jahren läuft sie aus, die degressive AfA sinkt weiter, und der Cashflow nach Steuern fällt mit beidem. Wer eine Anlagewohnung mit der Steuerwirkung des ersten Jahres bewirbt, sagt die halbe Wahrheit.
Eine Beihilfeprüfung nach De-minimis ist für private Kapitalanleger nicht erforderlich: Die Beschränkung des § 7b Abs. 5 Satz 2 gilt im Förderzeitraum ab 2023 nur für Anspruchsberechtigte mit Einkünften nach den §§ 13, 15 und 18 EStG, also für Betriebsvermögen. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung nach § 21 EStG sind davon nicht betroffen (BMF Rn. 83).
Steuern bei der Kapitalanlage berechnen.
Bei einer vermieteten Wohnung entsteht in den ersten Jahren regelmäßig ein Verlust aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG): Schuldzinsen, Abschreibung und die nicht umlagefähigen Kosten übersteigen die Mieteinnahmen. Dieser Verlust senkt Ihr zu versteuerndes Einkommen und damit die Steuer auf Ihr übriges Einkommen. Genau das macht den Unterschied zwischen der Rate, die die Bank abbucht, und dem, was die Wohnung Sie am Jahresende wirklich kostet.
Warum dieser Rechner die Steuer zweimal rechnet. Die meisten Rechner multiplizieren den Verlust mit dem Grenzsteuersatz. Das ist eine Näherung, und sie fällt zu großzügig aus: Der Grenzsteuersatz gilt nur für den obersten Einkommenseuro. Senkt ein Verlust das zu versteuernde Einkommen um mehrere tausend Euro, wandert man den progressiven Tarif ein Stück nach unten, und die tatsächliche Ersparnis ist kleiner. Dieser Rechner ermittelt die Einkommensteuer stattdessen zweimal vollständig, einmal mit und einmal ohne die Immobilie, und nimmt die Differenz.
Was dabei berücksichtigt wird. Der Einkommensteuertarif 2026 mit einem Grundfreibetrag von 12.348 € (§ 32a EStG), wahlweise Grundtarif oder Splitting bei Zusammenveranlagung, der Solidaritätszuschlag samt Freigrenze (20.350 € Einzel- beziehungsweise 40.700 € Zusammenveranlagung) und auf Wunsch die Kirchensteuer mit 8 oder 9 Prozent.
Was das Ergebnis nicht ist. Eine Steuererklärung. Der Rechner kennt nur die Zahlen, die Sie eingeben, nicht Ihre Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen oder weiteren Einkunftsarten. Er zeigt die Größenordnung des Steuereffekts, und zwar bewusst eher zu vorsichtig als zu günstig. Für die verbindliche Rechnung bleibt der Steuerberater zuständig.
Rechnen Sie mit einem konkreten Objekt.
Die Vorbelegung oben ist ein Beispiel. Interessanter wird die Rechnung mit den Eckdaten eines Objekts, das es wirklich gibt. Bundesland für die Grunderwerbsteuer und Fertigstellungsjahr für die Abschreibung stehen auf jeder Projektseite.
Dresden
Der Friedrich
Neubau im KfW-40-Standard. Fertigstellung ab 2023, also 3 % lineare oder 5 % degressive AfA.
Hamburg-Eppendorf
StudioOne
Neubau-Apartments in einer A-Lage. Grunderwerbsteuer in Hamburg: 5,5 %.
Freiberg, Sachsen
WPG Freiberg
Wohnpark in einer Universitätsstadt. Grunderwerbsteuer in Sachsen: 5,5 %.
Magdeburg
EST Magdeburg
Denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus von 1900. Fertigstellung vor 1925, also lineare AfA 2,5 %.
Alle Objekte im Überblick finden Sie in der Projektübersicht. Fragen zur Rechnung beantworten wir gern persönlich.
Fragen zur Rechnung
Was die Zahlen bedeuten.
Mietrendite, Kaufnebenkosten, Eigenaufwand und Abschreibung: erklärt an den Werten, die oben im Rechner stehen. Wo Zahlen genannt sind, beziehen sie sich auf den Stand Juli 2026.
Wie berechnet man die Mietrendite einer Eigentumswohnung?
Es gibt zwei Formeln, und sie sagen Verschiedenes. Die Bruttomietrendite ist die Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, mal 100. Die Nettomietrendite ist die Jahreskaltmiete abzüglich der nicht umlagefähigen Kosten, geteilt durch die Gesamtinvestition, mal 100.
Mit der Vorbelegung dieses Rechners: 890 Euro Kaltmiete im Monat sind 10.680 Euro im Jahr. Bei 320.000 Euro Kaufpreis ergibt das eine Bruttomietrendite von 3,34 Prozent. Rechnet man die Kaufnebenkosten für Hamburg hinzu — 5,5 Prozent Grunderwerbsteuer, 1,5 Prozent Notar, 0,5 Prozent Grundbuch, zusammen 24.000 Euro — liegt die Gesamtinvestition bei 344.000 Euro. Nach Abzug von Hausverwaltung, Erhaltungsrücklage und Mietausfallwagnis (zusammen 1.568 Euro im Jahr) bleiben 9.112 Euro, also 2,65 Prozent Nettomietrendite.
Der Abstand zwischen 3,34 und 2,65 Prozent ist der Grund, warum in Anzeigen fast immer die Bruttorendite steht. Für den Vergleich zweier Objekte reicht sie; für die Entscheidung, ob sich ein Kauf trägt, ist die Nettomietrendite die belastbare Zahl.
Was ist eine gute Mietrendite bei einer Kapitalanlage?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, weil Rendite und Lage gegenläufig sind. In sehr gefragten Großstadtlagen sind Bruttorenditen von 3 bis 4 Prozent üblich; in kleineren Städten und in B-Lagen sind 4 bis 6 Prozent erreichbar. Die höhere Rendite bezahlt man mit einem höheren Vermietungs- und Wertrisiko.
Aussagekräftiger als die Rendite allein ist der Vergleich mit den Finanzierungskosten. Liegt die Nettomietrendite über dem Effektivzins des Darlehens, arbeitet die Immobilie für Sie; liegt sie darunter, zahlen Sie monatlich zu und setzen auf Tilgung, Steuerwirkung und Wertentwicklung. Beides kann sinnvoll sein — es sollte nur eine bewusste Entscheidung sein.
Welche Kaufnebenkosten fallen beim Kauf einer Anlagewohnung an?
Drei Posten, und einer davon ist Ländersache. Die Grunderwerbsteuer liegt (Stand Juli 2026) zwischen 3,5 Prozent in Bayern und 6,5 Prozent in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Dazu kommen der Notar mit rund 1,5 Prozent und der Grundbucheintrag mit rund 0,5 Prozent.
Insgesamt sind das je nach Bundesland rund 5,5 bis 8,5 Prozent des Kaufpreises. Eine Maklerprovision fällt beim Kauf direkt vom Bauträger nicht an — das spart gegenüber dem Zweitmarkt noch einmal etwa 3,5 Prozent.
Für die Rendite ist entscheidend, dass diese Kosten in die Gesamtinvestition gehören und nicht in den Kaufpreis. Wer die Rendite nur auf den Kaufpreis rechnet, überschätzt sie systematisch.
Was bedeutet Eigenaufwand und wie hoch sollte er sein?
Der Eigenaufwand ist der Betrag, den Sie nach Abzug der Miete und der laufenden Kosten monatlich aus eigener Tasche zur Rate zuzahlen. Er ist die Zahl, die im Alltag zählt — nicht der Kaufpreis und nicht die Rate.
Wichtig ist, woraus er besteht: Ein erheblicher Teil der Rate ist Tilgung, und Tilgung ist keine Ausgabe, sondern Vermögensbildung. Wer 400 Euro im Monat zuzahlt, davon aber 350 Euro tilgt, hat effektiv 50 Euro Kosten und 350 Euro gespart. Deshalb weist dieser Rechner den Tilgungsanteil gesondert aus.
Eine feste Obergrenze gibt es nicht. Sinnvoll ist ein Betrag, den Sie auch bei einem Mieterwechsel oder einer Sonderumlage über mehrere Monate tragen können, ohne die Finanzierung zu gefährden.
Welche Abschreibung gilt für welches Baujahr?
Die lineare AfA richtet sich nach dem Fertigstellungsjahr: 3 Prozent bei Fertigstellung ab 2023 (§ 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2a EStG), 2 Prozent bei Fertigstellung zwischen 1925 und 2022 (Nr. 2b) und 2,5 Prozent bei Fertigstellung vor 1925 (Nr. 2c). Abgeschrieben wird immer nur der Gebäudeanteil — Grund und Boden nutzt sich nicht ab.
Für Neubauten mit Baubeginn ab Oktober 2023 gibt es alternativ die degressive AfA von 5 Prozent vom jeweiligen Restwert (§ 7 Abs. 5a EStG). Sie bringt in den ersten Jahren deutlich mehr und wird über die Zeit kleiner.
Ältere Denkmalobjekte fallen regelmäßig unter die 2,5 Prozent, weil sie vor 1925 fertiggestellt wurden. Die erhöhten Sätze der Denkmal-AfA nach § 7i EStG gelten nicht für den Kaufpreis, sondern ausschließlich für begünstigte Sanierungskosten — und nur, wenn die Sanierung nach dem Kauf und mit Bescheinigung der Denkmalbehörde erfolgt.
Brauche ich eine App oder eine Excel-Tabelle für den Kapitalanlage-Rechner?
Weder noch. Der Rechner läuft direkt auf dieser Seite — auf dem Telefon genauso wie am Schreibtisch. Es gibt nichts zu installieren, keine App im Store und keine Excel-Datei zum Herunterladen.
Eine Excel-Tabelle hat gegenüber einem Online-Rechner einen Vorteil und zwei Nachteile. Der Vorteil: Sie können jede Formel selbst ändern. Die Nachteile: Sie müssen die Steuersätze selbst pflegen — Grunderwerbsteuer, AfA-Sätze und Einkommensteuertarif ändern sich —, und Sie müssen den progressiven Steuertarif selbst nachbauen, was in einer Tabellenkalkulation aufwendig ist. Die verbreiteten Vorlagen rechnen deshalb mit dem Grenzsteuersatz und liegen damit zu günstig.
Wer die Zahlen trotzdem außerhalb der Seite weiterverarbeiten will: Die vollständige Auswertung über zehn bis dreißig Jahre kommt per E-Mail und lässt sich über die Druckfunktion des Browsers als PDF sichern.
Was kostet die Nutzung des Rechners?
Nichts, und es ist keine Anmeldung nötig. Sie öffnen die Seite, tragen Ihre Zahlen ein und sehen sofort das vollständige Ergebnis: Gesamtinvestition inklusive Kaufnebenkosten, monatliche Rate, Cashflow vor und nach Steuern, die jährliche Steuerwirkung, Brutto- und Nettomietrendite sowie die Eigenkapitalrendite. Es bleibt kein Wert verdeckt.
Kontaktdaten fragen wir allein für die Auswertung Jahr für Jahr über zehn bis dreißig Jahre ab. Sie ist ebenfalls kostenlos und unverbindlich und kommt per E-Mail, weil sie mit Abschreibungsstaffel, Restschuldverlauf und Vermögensentwicklung zu umfangreich für die Bildschirmansicht ist.
Worauf sollte man bei einem Kapitalanlage-Rechner achten?
Fünf Punkte trennen einen belastbaren Rechner von einer Renditemaschine. Erstens: Rechnet er die Kaufnebenkosten in die Rendite ein oder nur den Kaufpreis? Die Differenz beträgt je nach Bundesland einen halben bis dreiviertel Prozentpunkt. Zweitens: Ermittelt er die Steuer über den tatsächlichen Tarif oder multipliziert er nur mit dem Grenzsteuersatz? Die Näherung fällt immer zu günstig aus.
Drittens: Weist er den Tilgungsanteil gesondert aus? Tilgung ist keine Ausgabe, sondern Vermögensbildung — ein Rechner, der beides zusammenwirft, zeigt einen zu hohen Aufwand. Viertens: Rechnet er über mehrere Jahre? Die degressive AfA sinkt, die Sonderabschreibung läuft nach vier Jahren aus, der Tilgungsanteil wächst; das erste Jahr allein ist nicht aussagekräftig. Fünftens: Nennt er den Stand seiner Steuersätze? Ohne Datum ist eine Steuerzahl wertlos.
Grundsätzlich gilt: Ein Rechner eines Anbieters, der Immobilien verkauft, ist nicht per se schlechter als der einer Bank — aber Sie sollten prüfen können, mit welchen Annahmen er rechnet. Deshalb stehen die Formeln, die Grunderwerbsteuersätze aller Bundesländer und die Rechtsgrundlagen der Abschreibung auf dieser Seite offen und nachlesbar.
Welche Faktoren beeinflussen das Ergebnis am stärksten?
Vier Stellschrauben bewegen die Rechnung deutlich mehr als alle anderen. Der Zinssatz ist die größte: Ein Prozentpunkt mehr auf ein Darlehen von 264.000 Euro sind 2.640 Euro im Jahr, also rund 220 Euro im Monat.
Das Verhältnis von Kaufpreis zu Miete bestimmt die Rendite unmittelbar — es nützt kein Zinsvorteil, wenn die Miete zum Kaufpreis nicht passt. Das Bundesland verschiebt die Gesamtinvestition über die Grunderwerbsteuer: Bei 320.000 Euro Kaufpreis liegen zwischen Bayern mit 3,5 Prozent (11.200 Euro) und Nordrhein-Westfalen mit 6,5 Prozent (20.800 Euro) volle 9.600 Euro.
Die vierte ist Ihr zu versteuerndes Einkommen. Es entscheidet, in welchem Bereich des progressiven Tarifs der Verlust aus Vermietung wirkt — und damit, wie viel von der Abschreibung tatsächlich bei Ihnen ankommt. Eigenkapitalquote und AfA-Variante folgen mit Abstand dahinter.
Eignet sich der Rechner auch für Aktienfonds, Sparpläne oder Altersvorsorge?
Nein. Dieser Rechner ist ausschließlich für Immobilien als Kapitalanlage gebaut — konkret für eine vermietete Eigentumswohnung. Er rechnet mit Kaufnebenkosten, Mietrendite, Abschreibung nach § 7 EStG und dem Verlust aus Vermietung und Verpachtung. Für einen Sparplan, einen Aktienfonds oder eine Rentenversicherung sind das die falschen Größen.
Der Begriff „Kapitalanlage-Rechner“ wird für beides benutzt. Wer eine Wertpapieranlage durchrechnen will, braucht einen Zinseszins- oder Sparplanrechner; die steuerliche Behandlung läuft dort über die Abgeltungsteuer und nicht über die Einkommensteuer.
Bildet der Rechner die Bauphase beim Kauf vom Bauträger ab, also Kaufpreisraten nach Baufortschritt und Bereitstellungszinsen?
Ja. Über den Schalter „Bauphase bis zur Übergabe“ rechnet der Rechner die Zeit zwischen Kaufvertrag und Übergabe als eigenen Block mit, für ein bis 36 Monate. Er unterstellt dabei keine Vollauszahlung, sondern den Zahlungsplan nach Baufortschritt: § 650v BGB in Verbindung mit § 1 AbschlagsV und § 3 Abs. 2 MaBV lässt höchstens sieben Abschlagszahlungen zu. Gerechnet wird mit dem Standardplan aus 30 Prozent nach Beginn der Erdarbeiten, 28 Prozent nach Rohbau, 12,6 Prozent nach Dachflächen und Fenstern, 6,3 Prozent nach Rohinstallation, 9,1 Prozent nach Innenputz, Estrich und Fliesen, 10,5 Prozent bei Bezugsfertigkeit und Fassade sowie 3,5 Prozent bei vollständiger Fertigstellung.
Aus diesem Plan ergeben sich Monat für Monat zwei Posten: Sollzinsen auf die bereits abgerufenen Darlehensteile und Bereitstellungszinsen auf den zugesagten, noch nicht abgerufenen Rest. Abgerufen wird in der Reihenfolge Eigenkapital, KfW, Bank. Ausgewiesen werden die Sollzinsen, die Bereitstellungszinsen, der durchschnittlich abgerufene Betrag, die höchste Monatsbelastung sowie die Belastung nach Steuererstattung.
Der Unterschied ist erheblich. Mit der Vorbelegung des Rechners und 18 Monaten Bauzeit — 80.000 Euro Eigenkapital, 100.000 Euro KfW zu 2,5 Prozent, 164.000 Euro Bank zu 4,6 Prozent, Bereitstellungszins 0,25 Prozent pro Monat nach zwölf freien Monaten — ergeben sich 7.200 Euro Sollzinsen und 560 Euro Bereitstellungszinsen, zusammen 7.760 Euro. Bei unterstellter Vollauszahlung ab dem ersten Monat wären es 15.066 Euro. Der MaBV-Zahlungsplan halbiert die Bauzeitzinsen fast.
Zur Bauphasen-RechnungWie hoch sind Bereitstellungszinsen beim Neubau und wann fallen sie an?
Bereitstellungszinsen fallen auf den zugesagten, aber noch nicht abgerufenen Darlehensteil an. Weder der Satz noch die bereitstellungsfreie Zeit sind gesetzlich geregelt — beides steht im Darlehensvertrag und ist verhandelbar. Marktüblich sind 0,25 Prozent pro Monat, also rund 3 Prozent im Jahr, nach einer freien Zeit von drei bis zwölf Monaten; beim Neubau vereinzelt bis 24 Monate.
Bei der KfW sind es dagegen Programmbedingungen und nicht verhandelbar: Die Abruffrist beträgt zwölf Monate nach Zusage und ist um bis zu 24 Monate verlängerbar; ab dem 13. Monat fallen 0,15 Prozent pro Monat auf den nicht abgerufenen Betrag an.
Bei zwei Jahren Bauzeit ist eine lange bereitstellungsfreie Zeit deshalb oft mehr wert als ein Zehntelprozent beim Sollzins. Im Rechner lassen sich Satz und freie Zeit der Bank frei einstellen, sodass sich beide Angebote direkt gegeneinander rechnen lassen. Steuerlich sind Bereitstellungszinsen bei von Anfang an beabsichtigter Vermietung vorab entstandene Werbungskosten nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG und wirken im Jahr der Zahlung.
Rechnet der Rechner die Sonderabschreibung nach § 7b EStG mit, und wann ist eine Wohnung förderfähig?
Ja, einschließlich der Prüfung, ob die Förderung überhaupt zusteht. Die Sonderabschreibung beträgt 5 Prozent jährlich im Jahr der Anschaffung und in den folgenden drei Jahren, ausdrücklich neben der regulären AfA nach § 7 Abs. 4 oder 5a EStG. Zusammen mit der degressiven AfA sind im ersten Jahr bis zu 10 Prozent erreichbar.
Förderfähig ist eine Wohnung, wenn das Gebäude ein Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse ist und das durch ein QNG-Siegel nachgewiesen wird, wenn Bauantrag oder Bauanzeige zwischen dem 1. Januar 2023 und dem 30. September 2029 liegen, wenn die Baukostenobergrenze von 5.200 Euro je Quadratmeter nicht überschritten wird und wenn die Wohnung zehn Jahre lang zu Wohnzwecken vermietet wird. Ferienvermietung und jede vorübergehende Beherbergung sind ausgeschlossen. Die Bemessungsgrundlage ist zusätzlich auf 4.000 Euro je Quadratmeter gedeckelt. Maßgeblich für das Bauantragsdatum ist im Anschaffungsfall der Bauantrag des Bauträgers, nicht das Datum des Kaufvertrags.
Entscheidend und häufig falsch gerechnet ist die Bezugsgröße beider Grenzen: Sie beziehen sich nicht auf den Bruttokaufpreis und nicht auf die Wohnfläche, sondern auf die abschreibungsfähigen Kosten — den Gebäudeanteil samt anteiliger Kaufnebenkosten, ohne Grund und Boden — je Quadratmeter Nutzfläche einschließlich Keller, Trocken- und Fahrradraum sowie zugehöriger Garage (BMF-Schreiben vom 21.05.2025, Rn. 43 und 47 bis 51). Mit der Vorbelegung des Rechners sind das 282.080 Euro auf 72 Quadratmeter, also 3.918 Euro je Quadratmeter — förderfähig und ohne Kappung, was 14.104 Euro Sonder-AfA im Jahr ergibt.
Zur § 7b-BerechnungWarum rechnet der Rechner die Einkommensteuer zweimal?
Weil das die einzige Methode ist, die den tatsächlichen Steuereffekt trifft. Der Rechner ermittelt die Einkommensteuer einmal mit und einmal ohne die Immobilie und nimmt die Differenz. Der übliche Weg — den Verlust aus Vermietung mit dem Grenzsteuersatz zu multiplizieren — ist eine Näherung.
Der Unterschied entsteht, weil der deutsche Einkommensteuertarif progressiv verläuft: Der Grenzsteuersatz gilt nur für den obersten Einkommenseuro. Senkt ein Verlust das zu versteuernde Einkommen um mehrere tausend Euro, wandert man den Tarif ein Stück nach unten, und die Ersparnis fällt geringer aus als die Multiplikation verspricht.
Die Doppelrechnung ist damit die konservativere Variante. Sie zeigt eher zu wenig Steuerwirkung als zu viel — was bei einer Kaufentscheidung die richtige Richtung ist.
Hinweis: Die Angaben dienen der allgemeinen Orientierung und geben den Stand Juli 2026 wieder. Steuersätze und Förderkonditionen ändern sich; konkrete steuerliche und finanzielle Effekte hängen von Ihrer persönlichen Situation ab. Diese Informationen ersetzen keine Steuer-, Anlage- oder Finanzierungsberatung.

